F.A.Q.

Besondere Kinder

Welche Kinder werden an der Waldorfschule aufgenommen?
Waldorfschulen stehen grundsätzlich allen Kindern offen – unabhängig von Religion, Hautfarbe, Geschlecht und Einkommen der Eltern. Nach ausführlichen Informations-Elternabenden findet für jedes Kind ein Aufnahmegespräch an der Schule statt. Ältere Schülerinnen und Schüler können auch als Quereinsteiger in höhere Klassen aufgenommen werden.

Kein Leistungsdruck?

Stimmt es, dass es an der Waldorfschule keine Noten und kein Sitzenbleiben gibt? Sind die Kinder dann überhaupt zum Lernen motiviert?
Leistungen sollen nicht erbracht werden, weil schlechte Noten oder gar Sitzenbleiben drohen, sondern aus Freude am Lernen und Entdecken. Die Waldorfschule stimmt ihren Unterricht stets auf die jeweilige Entwicklungsphase der Schülerinnen und Schüler ab, was dazu führt, dass immer der Unterrichtsstoff angeboten wird, der auf ein gewisses “natürliches” Interesse stößt. Außerdem bemühen sich WaldorflehrerInnen besonders darum, ihren Unterricht bildhaft und lebensnah zu gestalten. So sollen die Kinder und Jugendlichen nicht aufgrund eines inhaltsfremden Leistungsdrucks, sondern aus einer gesunden Motivation heraus lernen.

Epochenunterricht und Klassenlehrerzeit?

Was ist unter Epochenunterricht zu verstehen?
In zwei Stunden eines Schulvormittags – im sogenannten Hauptunterricht – behandeln WaldorflehrerInnen ein Stoffgebiet über mehrere Wochen hinweg. So haben die Kinder zum Beispiel drei Wochen lang jeden Tag zwei Stunden Geschichte, dann wieder drei Wochen lang zwei Stunden Mathematik usw. Sie können sich auf diese Weise intensiv mit einem Stoffgebiet verbinden. Grundfertigkeiten wie etwa Rechnen oder Schreiben festigen die Schülerinnen und Schüler im täglichen Üben (z.B. mit Wochenplänen).

Andere Lehrinhalte?

Lernt man an einer Waldorfschule überhaupt genug?
Die Waldorfschule bietet ein außerordentlich vielfältiges Unterrichtsangebot. Es werden praktische Fertigkeiten vom Stricken bis zum Tischlern vermittelt, künstlerische Fächer wie Malen, Musik, Gartenbau und Plastizieren haben genauso ihren festen Platz im Stundenplan wie alle anderen üblichen Lernfächer. Durch die Waldorfschulzeit von 12 Schuljahren bekommen alle Schüler und Schülerinnen ein breiteres Spektrum an Kenntnissen und Fertigkeiten vermittelt, als dies an den öffentlichen Schulen möglich ist. Man lernt also nicht nur genug bei uns, sondern in Wirklichkeit viel mehr.

Organisatorisches?

Stimmt es, dass Waldorfschulen immer sehr große Klassen haben?

Das ist von Schule zu Schule verschieden. An unserer Schule liegt die Richtgröße bei 36 Schülern. (Da im Laufe der Schulzeit durch Wegziehen von Schülern freie Plätze entstehen, stehen diese dann wieder für Quereinsteiger offen.) Es handelt sich bei den Klassen um eine “Doppelklasse”, die in dieser Größe vor allem im Hauptunterricht zusammen arbeitet. Für die meisten Fachunterrichte wird die Klasse in zwei Gruppen geteilt.

Es sind nicht (nur) ökonomische Notwendigkeiten, die für die vergleichsweise großen Klassen verantwortlich sind. Ein zu kleiner Klassenverband wäre nicht im Sinne der Waldorfpädagogik. Nur eine gewisse Vielzahl unterschiedlicher Persönlichkeiten, Temperamente und Eigenschaften in einer Klasse führt dazu, dass sich über die 12-jährige Schulzeit eine soziale Gemeinschaft bildet, in der die Heranwachsenden in vielfältiger Weise voneinander lernen können.

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