Angebote

Natürlich steht der reguläre Unterricht auch an der Rudolf Steiner Schule im Mittelpunkt des Schulalltags. Doch die Waldorfschule Mönchengladbach zeichnet sich darüber hinaus durch eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote für die Schülerinnen und Schüler aus:

Förderangebote, Praktika, Berufsorientierung und mehr

Wir bieten Förderangebote, die den SchülerInnen beim Lernen und bei individuellen Problemen helfen. In Form von Praktika gibt es zahlreiche Möglichkeiten, andere Lebenszusammenhänge kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln. Diverse Angebote zur Berufsorientierung geben Anregungen für die Zeit nach der Schule. Darüber hinaus können die SchülerInnen Musikunterricht nehmen, sportlich aktiv werden, an Wettbewerben und Austauschprogrammen teilnehmen und vieles andere mehr.

Betreuungsangebote

Für SchülerInnen, die nach dem Unterricht noch weiter betreut werden sollen, gibt es mehrere OGATA-Angebote – bis 16:30 Uhr für die Klassen 1 bis 4. Für SchülerInnen der Klassen 5 bis 7 gibt es ebenfalls eine Nachmittagsbetreuung bis 16.30 Uhr.

Förderangebote

Förderbedürftige Kinder gehören bei uns dazu

Wie an jeder anderen Schule sind auch unsere SchülerInnen unterschiedlich begabt und mit unterschiedlichen Merkmalen ausgestattet, von denen manche besondere Zuwendung erfordern. Unterschiede, die wir als vollkommen natürlich ansehen, mit denen wir ebenso natürlich umgehen und die – indem wir sie in den normalen Schulalltag integrieren – letztlich für alle SchülerInnen eine pädagogisch wertvolle Bereicherung darstellen.

Größtmögliche Differenzierung

Um den unterschiedlichen Begabungsprofilen gerecht zu werden, bemühen wir uns um größtmögliche Differenzierung bis hin zur Einzelbetreuung und zu jahrgangsübergreifenden Gruppen. Die folgenden Angebote bilden das Grundgerüst unserer Fördermaßnahmen:

  • Die Möglichkeit, einmal wöchentlich unsere Schulärztin zu konsultieren.
  • Spezielle Förderangebote für SchülerInnen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) und Rechenschwäche (Dyskalkulie).
  • Die Unterstützung der unteren Klassen durch eine Förderlehrerin.
  • Kinder aus Migrantenfamilien erhalten eine speziell auf sie zugeschnittene Sprachförderung in Deutsch.
  • Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Lernen werden ab der fünften Klasse in einer integrativen Lerngruppe von einer Sonderpädagogin betreut.
  • Bei besonderen Problemlagen bietet eine Diplompädagogin SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen soziale Beratung an. 
  • In Zusammenarbeit mit weiteren TherapeutInnen bieten wir darüber hinaus spezielle Förderangebote für Heileurythmie, Sprachgestaltung und Kunsttherapie an.
  • Die Ausarbeitung der individuellen Förderpläne erfolgt im Therapiekreis, gemeinsam und in enger Abstimmung durch alle beteiligten TherapeutInnen.

Zweitklassenuntersuchung

Die Zweitklassuntersuchung dient als diagnostisches Mittel, um Lernstörungen frühzeitig und differenziert wahrnehmen zu können. Sie wird als Hilfestellung für eine ganzheitliche Betrachtung des Kindes gesehen.

Es werden Lernvoraussetzungen der Bewegungsentwicklung, der Sinnesfunktion, der Lateralitätsbahnung, sowie der Wissensstand der Kulturtechniken angeschaut.

Die Zweitklassuntersuchung wird am Ende des zweiten Schuljahrs nach den Osterferien durchgeführt. Die Eltern werden an einem Elterabend über den Inhalt und die Zielsetzung der Untersuchung informiert. Sie umfasst einen Zeitaufwand von zwei Zeitstunden für jedes einzelne Kind, zuzüglich der Auswertung und dem anschließen Gespräch mit der Klassenlehrerin. So entsteht ein ganzheitliches Bild von jedem Kind. Das Ergebnis wird den Eltern mitgeteilt.

Erscheinen Fördermaßnahmen sinnvoll, so findet ein Gespräch mit den Eltern, dem Lehrer/ in der Förderlehrerin und der Schulärztin statt und man überlegt welche Hilfestellung pädagogischer als auch therapeutischer Art dem Kind zu Gute kommen kann.

Praktika

Damit unsere SchülerInnen Einblicke in unterschiedliche Lebenszusammenhänge bekommen, geben wir ihnen im Rahmen von Praktika die Möglichkeit, altersentsprechende Erfahrungen zu sammeln.

7. Klasse: Forstpraktikum

Bei diesem ein- bis zweiwöchigen Praktikum gehen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam in ein Waldschulheim und arbeiten in der Forstwirtschaft.

9. Klasse: Landwirtschaftspraktikum

Die SchülerInnen arbeiten für drei Wochen alleine oder zu zweit vorzugsweise in biologisch-dynamische Landwirtschaftsbetriebe.

10. Klasse: Betriebspraktikum

Hier verschaffen sich die SchülerInnen in drei Wochen Einblicke in die Arbeitswelt. Es geht dabei nicht nur darum, eventuell einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sondern sich allgemein mit den Belangen der Arbeitswelt vertraut zu machen.

10. Klasse: Vermessungspraktikum

Die Schülerinnen und Schüler unternehmen gemeinsam eine mehrtägige Fahrt, um ein Gelände zu vermessen und zu kartieren. Das Erlernen von Messungen mit Theodoliten und anderen Vermessungsinstrumenten sowie der praktischen Anwendung nach den Gesetzen der Trigonometrie steht dabei im Vordergrund.

11. Klasse: Sozialpraktikum

Innerhalb des dreiwöchigen Sozialpraktikums sollen die Schülerinnen und Schüler in Tageseinrichtungen für Kinder, in Kinderheimen, Jugendzentren, Altenheimen, Krankenhäusern, heilpädagogischen Heimen, Therapieeinrichtungen, karitativen Institutionen oder integrativen Einrichtungen arbeiten. Das Sozialpraktikum ermöglicht eine erste persönliche Orientierung in diesem Berufsfeld und gewährt Einblicke in die Bedeutung des Sozial- und Gesundheitswesens für unsere Gesellschaft.