
Auf der Baustelle trocknete seit Wochen das Betonfundament. Es war still. Doch dann bewegte sich etwas. Es wurden Holzwände angeliefert und mit einem Kran vom Anhänger gehoben.
An der Fernbedienung stand der Zimmermann und Senior Chef Röders. Als ich ihn fragte, ob und wann ich mit meiner 3. Klasse während unserer Hausbauepoche beim Bau zusehen könne, lud er mich spontan ein, die Werkstatt zu besuchen, wo die Wände gerade gefertigt wurden. Mit der Buslinie 7 war die Werkstatt gut zu erreichen und so fand sich die dritte Klasse nur zwei Wochen später in eben dieser Buslinie wieder, auf dem Weg zu „Meister Röders“.
Dort angekommen sahen wir sofort einige unserer zukünftigen großen Wände auf dem Boden. Es roch nach Holz. Herr Röders zeigte uns die Wände, den Bauplan und sogar, wo eine der Wände zukünftig stehen würde: an der Rückseite des Gebäudes zwischen Ogata und Mensa.
Er erklärte uns auch die recht neue Technik des Aufbaus. In die Wände werden schon Dübel eingebaut. Die entsprechenden Schrauben werden an der genau ausgemessenen Stelle direkt ins Fundament gebohrt und die Wände dann darauf gesteckt. Präzision und Millimeterarbeit ist da bei jedem Vorbereitungsschritt gefragt.
Eine computergesteuerte Maschine sägt, fräst und bohrt alle Balken und Bretter zurecht. Dabei dreht sie auch die Balken und nimmt überschüssige Sägespäne weg. Das beobachteten wir genau. Von Hand wird dann alles von den Zimmerleuten in ihrer schönen Kluft zusammengebaut. Einige Werkzeuge, die dabei benutzt werden, haben wir uns natürlich angeschaut. Besonders beeindruckend war der riesige Hammer, mit dem Teile zusammengeklopft werden. Diesen Hammer hörten wir dann auch bald vom Schulhof aus.
Auf der Baustelle trafen wir das Team von „Meister Röders“ wieder und konnten beobachten, wie ein riesiger Kran die Wände an ihren vorbestimmten Platz brachte, die Zimmerleute die Wände dort auf die Schrauben stellten, mit Hilfe des Hammers fest klopften und schließlich einbetonierten – ob bei Hitze oder Regen.
Wirklich beeindruckend. Am Dienstag den 30.6.26, gut einen Monat nach unserem Besuch, ist nun bereits das Richtfest. Wir freuen uns schon darauf den Richtbaum zu schmücken.
Helen Mäurer, Klassenlehrerin der 3. Klasse





