

Im Januar durften die Kinder der dritten Klasse mit der Praktikantin Ella Barthel und mir das alte Handwerk des Töpferns auf ganz lebendige Weise erleben. Mit viel Hingabe formten sie aus weichem Ton eigene Gefäße – jedes ein Unikat, jedes mit der ganz persönlichen Handschrift des Kindes.
Nachdem die Formen entstanden waren, wurden die Gefäße mit Engobe bemalt. Die Kinder tauchten mit großer Freude in die Farben ein, gestalteten Muster, Flächen und kleine Details. So wurde aus dem
einfachen Ton ein liebevoll verziertes Kunstwerk, das nicht nur schön aussieht, sondern auch eine Geschichte erzählt: die ihrer eigenen Hände.
Ein zweiter, stiller Höhepunkt folgte direkt im Anschluss. Die Kinder säten Kresse in ihre selbst getöpferten Gefäße und konnten in den folgenden Tagen beobachten, wie das zarte Grün zu sprießen begann. So
verband sich das handwerkliche Tun mit einer unmittelbaren Naturerfahrung – ein doppelter Erfolg, der sichtbar und spürbar wurde.
Das Projekt schenkte den Kindern nicht nur ein intensives haptisches Erlebnis, sondern auch ein Gefühl von Wirksamkeit: Ich kann etwas formen, gestalten – und sogar Leben wachsen lassen. Ein schöner Moment
im Jahreslauf der dritten Klasse.
Claudia Schrammen-Herrmann – HBK – Keramik







